Tagebuch einer neuen Generation

Tagebuch einer neuen Generation

Die besten Geschichten schreibt das Leben selbst!

Du möchtest aus erster Hand erfahren, wie es ist, beim Action Leader training teilzunehmen?

Dann tauche ein in unser „Tagebuch einer neuen Generation“! Begleite Generation Earth Mitglied “Marie” auf ihrem Weg zum Action Leader. Sie teilt mit uns ihre Erfahrungen und Erkenntnisse, aber auch mit welchen Herausforderungen sie konfrontiert war. Vielleicht findest du dich und deine Gedanken ja an der ein oder anderen Stelle wieder. Alle zwei Wochen werden wir einen ihrer Tagebucheinträge teilen.

Mai 2019: Liebes Tagebuch, gerade habe ich etwas Verrücktes gemacht.

Ich habe sehr lange hin und her überlegt und bin dann endlich über meine Schatten gesprungen. Ab September beginnt nämlich ein neuer Lebensabschnitt für mich. Von einer guten Freundin habe ich vom sogenannten Action Leader Training von Generation Earth erfahren. Einem Training, bei dem man lernen soll, wie man als junger Mensch, etwas in dieser Welt verändern kann, wie man seine Idee in die Tat umsetzen kann. Ich WILL etwas verändern und deshalb habe ich mich gerade für den nächsten Lehrgang beworben. Ich bin unglaublich aufgeregt und gespannt was auf mich zukommt.

Ich habe auch schon bei einem Infoabend teilgenommen, was für mich irrsinnig hilfreich war. Gemeinsam mit anderen interessierten jungen Menschen habe ich das Team von Generation Earth mit Fragen gelöchert. Beispielsweise war mir nicht ganz klar wieviel Zeit das Ganze in Anspruch nehmen wird und wie die einzelnen Trainings aufgebaut sein werden.

Nun weiß ich Bescheid und ich bin unglaublich gespannt auf das erste Kick-Off Meeting Anfang September! Ich habe allerdings das Gefühl, dass das absolut die richtige Entscheidung war.

September 2019: Liebes Tagebuch, es ist soweit!

Das erste Training steht vor der Türe. Ich bin schon ein bisschen nervös und weiß gar nicht so recht was mich erwartet. Werde ich mich mit den anderen Teilnehmer*innen verstehen? Wird es interessant sein? Und werden wir als Team auch gut zusammenpassen? Fragen über Fragen schwirren mir durch den Kopf. Mal schauen was die nächsten Tage so bringen werden.

Die Location klingt auf jeden Fall schon mal sehr vielversprechend. Wir treffen uns im sogenannten „Lebensgut Miteinander“ in Niederösterreich umgeben von wunderschönen Wäldern & Wiesen. Die Tage werden voll mit outdoor Aktivitäten & Workshops sein. Das kommt mir eh gerade richtig, weil ich schon lange das dringende Bedürfnis habe, der Stadt zu entfliehen. Ich will ja nichts verschreien, aber dieses Wochenende klingt nach jeder Menge Spaß.

Dezember 2019: Gerade habe ich eine Nachricht von Lisa bekommen.

Lisa nimmt gemeinsam mit mir am Action Leader Training teil und nachdem wir uns schon während des ersten Trainings super verstanden haben, sind wir auch privat immer mehr und mehr zusammengewachsen. Außerdem waren alle meine Sorgen zum 1. Training unbegründet. Die Gruppe ist der Hammer! Wir hatten unglaublich viel Spaß und haben sogar schon an dem ersten Workshop teilgenommen. Gott sei Dank hat das Wetter mitgespielt und wir haben unglaublich viel Zeit draußen verbracht. Am besten haben mir natürlich die Kennenlernspiele gefallen, denn so bekamen wir die Möglichkeit uns als Gruppe näher kennenzulernen und zusammenzuwachsen.

Beim nächsten Training lernen wir alles über die Zusammenhänge zwischen unserer Ernährung und den Auswirkungen aufs Klima. Wir erfahren was Permakultur mit Nachhaltigkeit zu tun hat und vieles mehr. Das Beste: an einem Abend veranstalten wir eine Kleidertauschparty und machen wahrscheinlich auch ein Lagerfeuer mit Musik und allem was dazugehört. Bestimmt entstehen dabei auch sehr gute Gespräche. Langsam müssen wir auch schon über unsere Projektidee nachdenken und da bin ich ehrlich gesagt noch ziemlich planlos.

Ich bin mir aber sicher, dass ich mit Unterstützung von Nate, Magda und Jenny alles super hinbekommen werde. Liebes Tagebuch, ich halte dich auf dem Laufenden.

Jänner 2020: Wahnsinn wie die Zeit vergeht!

Ob du es glaubst oder nicht aber mein Projekt nimmt langsam Form an. Ich habe mich mit meinem Projektteam dazu entschieden, eine Zero Waste Danceparty zu veranstalten, wo junge Menschen die Möglichkeit haben, sich in ausgelassener Atmosphäre über ihre Tipps zur Müllvermeidung austauschen können. Außerdem werden wir für die Teilnehmer*innen verschiedene Workshops anbieten. Beispielsweise wird uns ein Wiener Zero Waste Unternehmen zeigen, wie man selbst wiederverwendbare Bienenwachstücher herstellt. Damit spart man nämlich unnötige Verpackungsmaterialien wie Alu- oder Plastikfolie. Auch ich werde beim Event eine kleine Willkommensrede halten und erklären, warum mir dieses Thema so am Herzen liegt. Allein wenn ich daran denke, fängt mein Herz vor Nervosität schon schneller zu schlagen an.

Ich habe allerdings das Gefühl, dass ich in der Zeit beim Action Leader Training schon unglaublich über mich hinausgewachsen bin und erkenne mich fast selbst nicht mehr wieder. Alles was wir an Theorie über Projektmanagement und –organisation lernen, können wir anhand unseres eigenen Projektes gleich in die Tat umsetzen. Das hilft mir irrsinnig, denn vor meiner Zeit beim Action Leader Training habe ich mich angesichts der Klimakrise ziemlich hilflos und hoffnungslos gefühlt. Jetzt weiß ich, dass jede*r von uns etwas bewirken kann.

Endlich finde ich meine Stimme, meinen Weg und habe eine leise Ahnung, wohin mich dieser Weg bringen wird.

Februar 2020: Es ist geschafft!

Letzten Freitag war der Tag unserer Zero Waste Danceparty gekommen. Ich bin so erleichtert! Gerade an den letzten Tagen vor dem Event haben wir viel Zeit in die letzten Vorbereitungen gesteckt. Aber all die Arbeit hat sich gelohnt. Unser Event ging komplett reibungslos über die Bühne. Innerhalb der Gruppe hat uns das Projekt extrem zusammengeschweißt. Wir sind fast schon zu einer kleinen Familie geworden. Nun stellt sich für mich die Frage, wie es denn weitergeht….

Das Action Leader Training ist schon wieder fast vorbei und ich habe meine Teilnahme nicht für eine Sekunde bereut. Noch nie habe ich mich innerhalb so kurzer Zeit so enorm weiterentwickelt. Sowohl persönlich als auch mit meinem fachlichen Know-How. Man kann diese Ausbildung nicht einfach mit einem Kurs auf der Uni vergleichen, denn es geht einfach viel mehr in die Tiefe. Das Jahresthema war außerdem ein toller Rahmen und hat mir für mein alltägliches Leben sehr weitergeholfen. Ich bin wirklich stolz auf mich, dass ich damals diese Chance ergriffen habe und alle meine Sorgen beiseite geschoben habe. Ich würde mich jederzeit wieder dafür entscheiden!

Nun freue ich mich teil der Generation Earth Community zu werden und darf gleich ein kleines Geheimnis verraten…. Das nächste Projekt steht schon wieder vor der Türe! Aber pssst…..

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